Ganzheitliche IMMUNBOOSTER für einen gesunden Winter!

Ernährung – Tees – Vitalstoffe

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Nach einem strahlenden Sommer und einem goldenen Herbst haben nun die ersten kalten und nassen Tage begonnen. An Sonnentagen bildet unser Körper selbst Vitamin D. Dieses unterstützt u.a. auch unsere Abwehrkraft. Doch neben Vitamin D gibt es noch viele andere Tricks, wie wir unser Immunsystem ganzheitlich fit halten können.

Wir haben in der kalten Jahreszeit viele Möglichkeiten unser Immunsystem zu kräftigen und so gesund durch die kalte Jahreszeit zu kommen. Zum einen haben wir die Ernährung, in die wir bestimmte Lebensmittel integrieren können, die unser Immunsystem aktivieren oder unterstützen. Zum anderen haben wir mit der orthomolekularen Medizin eine simple Möglichkeit, durch die gezielte Gabe bestimmter Vitalstoffe, unsere Gesundheit zu kräftigen. Eine weitere Möglichkeit bieten Tees, die über ihre Vielzahl an sekundären Pflanzenstoffen, auf zum Großteil noch ungeklärte Art und Weise, unsere Abwehr unterstützen und uns von innen wärmen.

Tees:

Die für den Winter wohl angenehmste Weise unser Immunsystem zu unterstützen sind Tees und Gewürze. Vor allem Ingwertee, Grüntee mit Zitrone und Cystustee unterstützen unsere Gesundheit in den Wintermonaten. Cystustee gilt zum Beispiel in der Naturheilkunde als sehr wirksame Pflanze gegen Erkältungen und kann auch super vorbeugend getrunken werden. Außerdem liefern Tees bei den bevorstehenden eisigen Temperaturen wohlige Wärme.

 

Immunbooster in der Ernährung:

Mit der Ernährung haben wir auf natürlichste Weise die Möglichkeit uns alle Vitalstoffe zuzuführen. In einem Lebensmittel sind diese in ihrer natürlichsten Form und mit allen wichtigen Enzymverbindungen vorhanden. Aber wo finden sich in der Ernährung die größten „Immun-Booster“:

  • Selen: Gerade Nüsse und Saaten enthalten mehr Selen. Vor allem die Paranuss enthält mit die größte Konzentration, aber auch Kokosnüsse, Sesam und Pistazien enthalten das Spurenelement
  • Zink: Auch Zink finden wir vor allem in Saaten wie Kürbiskernen. Spitzenreiter mit der höchsten Zinkkonzentration ist die Auster (allerdings ist auch eine hohe Schadstoffbelastung möglich, da Austern als Muscheln Meerwasser filtrieren). Zink findet sich vor allem in Lebensmitteln mit viel Proteinen, also auch in Fleisch, Eiern und Milchprodukten, aber auch Vollkorngetreide enthalten Zink
  • Vitamin A: Als fettlösliches Vitamin kommt Vitamin A eher in tierischen Produkten vor (Fleisch, Fisch, Butter). Allerdings enthalten Obst und Gemüse Carotinoide, eine Vorstufe des Vitamin A. Besonders in gelben, roten und grünen Obst und Gemüse ist dieses enthalten (Karotten, Spinat, Brokkoli, Süßkartoffeln, Avocado…)
  • Vitamin C: Gerade im Winter bietet sich rohes Sauerkraut an, denn dieses enthält neben Vitamin C auch Milchsäuerbakterien, die unsere Darmflora unterstützen (mittlerweile wissen wir ja wie wichtig ein gesunder Darm für ein gesundes Immunsystem ist). Wie ganz klassisch bekannt ist enthalten Zitrusfrüchte, Beeren, Brokkoli usw. das Antioxidans Vitamin C. Jedoch ist dieses Vitamin extrem hitzeempfindlich und somit ist bei einm rohen Verzehr die Bioverfügbarkeit am besten.
  • Vitamin E: Dieses ist in besonders hohen Konzentrationen in pflanzlichen Ölen enthalten. Gerade Olivenöl enthält Vitamin E. Aber auch Fettfrüchte wie die Avocado.
  • Vitamin D: Sollte am besten im Sommer getankt werden, da es in der Haut durch die Einstrahlung von Sonnenlicht gebildet wird. In der Ernährung finden wir es zum Beispiel im Lachs und Eiern, allerdings in eher geringen Konzentrationen.

Wie Sie sehen haben wir über eine ausgewogene Ernährung viele Möglichkeiten fit durch den Winter zu kommen.

 

Immunbooster in der orthomolekularen Medizin:

Aber man kann sich auch zusätzlich individuell den Nutzen der verschiedenen Vitalstoffe zum Vorteil machen. So lässt sich in Kombination von Anamnese und Labor feststellen, ob es von einem Vitamin oder Mineral eine Minderversorgung oder Mehrbedarf gibt.

Genau hier haben wir gerade mit der orthomolekularen Medizin (Nährstoffmedizin) eine kräftige Stütze für die kalte Jahreszeit. So kann man durch die gezielte Gabe von Substanzen Ihr Immunsystem individuell im Alltag unterstützen. Antioxidantien wie Vitamin C, Vitamin A und Vitamin E stärken nicht nur das Immunsystem, sondern wirken auch als Fänger für freie Radikale, die im Stande sind unsere Zellen zu schädigen. Im Bereich der Mineralien und Spurenelemente ist gerade in dieser Zeit auf eine ausreichende Versorgung mit Zink und Selen zu achten. Zink wirkt antiviral und steigert die zelluläre und humorale Immunfunktion (1), außerdem ist es an über 300 Enzymreaktionen im Körper beteiligt. Ein Zinkmangel zieht direkt eine erhöhte Infektanfälligkeit nach sich. Ähnlich wie mit Zink verhält es sich mit Selen, dieses steigert v.a. die Aktivität bestimmter Immunzellen und regt die natürlichen Killerzellen im Körper an. (1) Neben den „stofflichen“ Vitalstoffen können wir das ganze aber noch durch lebende Bakterien unterstützen. Im Darm sitzt sehr viel lymphatisches Gewebe. Die Darmgesundheit kann durch Bitterstoffe und gesunde Bakterien unterstütz werden. Diese bauen eine gesunde Darmflora auf und wir verwöhnen so unser Immunsystem auf lebendigste Weise.

Aber Achtung! Bestimmte Mineralien und Vitamine wirken überdosiert toxisch (= giftig) und schaden uns dann mehr, als dass sie uns nützen. Durch eine gezielte Labordiagnostik können wir unseren aktuellen Status erheben und uns mit gezielten Dosen in einem therapeutisch sicheren Bereich bewegen. Auch weiß man so mit welchen Stoffen man gut genug versorgt ist und welche man individuell sogar höher dosiert einnehmen sollte.

 

Autor: Thomas Zimmermann (Heilpraktiker, M.Sc. & D.O.) – Leopoldstr. 11a & 175 – München – Tel.: 089 – 139 486 62 – info@therapie-zimmermann.de

Therapieschwerpunkte: Osteopathie, ganzheitliche Ernährung, orthomolekulare Medizin

 

Quellen:

(1) Gröber U. Orthomolekulare Medizin: ein Leitfaden für Apotheker und Ärzte ; mit 75 Tabellen. 3., unveränd. Aufl. Stuttgart: Wiss. Verl.-Ges; 2008.
Foto: flickr.com / Andrey Papko (CC)

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