Das einheimische Superfood vom Fensterbrett

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Dabei ist die rede von der Petersilie. Wir kennen sie alle – aber durch einen häufigeren Einsatz in der Küche könnten wir noch mehr von ihr profitieren. Die Petersilie hat sich über Südeuropa auf dem gesamten Kontinent verbreitet und ist fester Bestandteil in unserer europäischen Küche. Aber auch ihre heilsame Wirkung wird seit jeher genutzt. Bereits Hildegard von Bingen wandte sie in ihrer Heilkunde an. Sie verfeinert also nicht nur geschmacklich unsere Speisen, sondern hat auch das Potential uns gesundheitlich zu unterstützen.

Inhaltsstoffe in 100 g Petersilie:

  • Vitamine (1):
    • Retinol (Vitamin A – 1,00 mg), Thiamin (Vit B1 – 0,14 mg), Riboflavin (Vit B2 – 0,30 mg), Niacin (Vit B3 – 1,40 mg), Pyridoxin (Vit B6 – 0,20 mg), Ascorbin (Vit C – 166 mg), Tocopherol (Vit E – 3,70 mg)
  • Mineralien (1):
    • Natrium (33 mg), Kalium (811 mg), Calcium (179 mg), Phosphor (87 mg), Magnesium (41 mg), Eisen (6 mg)
  •  sekundäre Pflanzenstoffe, diese schützen uns vor freien Radikalen
  • reich an Chlorophyll: dieses hat entgiftende Wirkung und sorgt für frischen Atem

Obwohl die Petersilie hohe Konzentrationen an bestimmten Vitalstoffen enthält fallen die Inhaltsstoffe in unserer täglichen Ernährung nicht so stark ins Gewicht (wer isst schon täglich 100 g Petersilie), da wir frische Kräuter leider oft nur in geringen Mengen und zu selten dem Essen beifügen. Aber wenn wir nun annehmen, dass wir die Petersilie (und auch andere frische Kräuter) regelmäßig zum Verfeinern der Speisen nehmen, sie auch etwas großzügiger über unsere Hauptmahlzeiten geben, oder in Salate mischen, in Smoothies beigeben oder auch einfach so zwischendurch mal pur kauen summieren sich die Vitalstoffe über die Woche gerechnet auf und fallen ins Gewicht.

Neben dem gängigen Grün können auch Samen und Wurzeln verwendet werden. Je frischer die Blätter in unsere Speisen kommen und je weniger sie mit erhitzt werden umso mehr können wir von ihren Inhaltsstoffen profitieren.

Volksheilkundlicher Einsatz:

Als wohlschmeckenden Beigabe in der Küche hat die Petersile entblähende Wirkung. Außerdem regt sie die Verdauung an, indem sie auf natürliche Weise die Säfte in Magen, Galle und Bauchspeicheldrüse anregt. Der Petersilie wird auch eine Blut reinigende Wirkung nachgesagt (Chlorophyll).

Tipp:

Frische Petersilie sollte sich in jedem Haushalt befinden! Sie lässt sich nicht nur im Garten anbauen, sondern auch problemlos auf dem Fensterbrett das ganze Jahre in Blumentöpfen oder im Sommer auf dem Balkon ziehen. So kann man das ganze Jahr seine Salate, Gerichte und grüne Smoothies mit hochwertiger Petersilie verfeinern.

ACHTUNG:

Die Verwendung von Petersilie ist in der Schwangerschaft nicht untersagt, aber es sollten keine großen Mengen konsumiert werden. Die Petersilie kann wehenfördernd wirken.

 

Quellen:

(1) https://www.lebensmittellexikon.de/p0000160.php

Foto: flickr.com / espie (on and off) (CC)

Autor: Thomas Zimmermann (Heilpraktiker, M.Sc. & D.O.) – Leopoldstr. 11a & 175 – München – Tel.: 089 – 139 486 62 – info@therapie-zimmermann.de

Therapieschwerpunkte: Osteopathie, ganzheitliche Ernährung, orthomolekulare Medizin

 

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