Das pinke Power-Vitamin!

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Hierbei handelt es sich um Vitamin B12 (Fachbegriff: Cobalamin), welches in seiner isolierten  Form eine rosa bis pinke Farbe aufweist. Es ist vor allem für ein gesundes Herz-Kreislaufsystem, ein starkes Nervensystem und eine normale Blutbildung essentiell wichtig (1).

Zentrale Organe für das Vitamin B12 sind der Magen und die Leber. Denn Vitamin B12 kann nur gut aufgenommen werden, wenn der Magen einen pH-Wert von 1 vorweist und dazu genügend Intrinsic Factor (ein Transportprotein) bildet, der das Vitamin B12 für den Dünndarm resorbierbar macht. Die Leber ist hierbei besonders wichtig, da sie das resorbierte Vitamin B12 in seine aktiven Formen umwandelt (Adenosylcobalamin und Methylcobalamin) und auch speichert.

Seine Wichtigkeit erhält das Vitamin aufgrund der Funktionen, die es im Organismus begleitet:

  • Es hat einen großen Einfluss auf alle Zellteilungs- und Wachstumsprozesse.
  • Es synthetisiert Methionin (eine Aminosäure) aus Homocystein und senkt dabei den Homocysteinspiegel. Dieser gilt, wenn er stark erhöht ist, als Risikofaktor für Arteriosklerose (Ablagerungen in den Gefäßen) und damit für koronare Herzkrankheiten und manche Demenzformen.
  • Es ist als Baustein für die roten Blutkörperchen an der Blutbildung beteiligt. Ein Mangel kann, genau so wie ein Eisenmangel, zu einer Anämie (Blutarmut) führen. Somit sorgt ein guter Vitamin B12 Spiegel für eine ausreichende Sauerstoffversorgung in den Zellen.
  • Im Nervensystem ist es an der Bildung von Myelinscheiden beteiligt. Diese umhüllen unsere Nervenzellen und schützen diese unter anderem. (1)

Doch wie kann ein Vitamin B12 Mangel entstehen?

  • Mehrbedarf an B12 (durch eine Grunderkrankung, Stress etc.) und eine normale Zufuhr -> langfristig entsteht ein Mangel
  • Normaler Bedarf an B12 und zu wenig Zufuhr (zu wenig B12-haltige Speisen, Probleme mit der Resorption oder Aktivierung) -> langfristig entsteht ein Mangel
  • Mehrbedarf  an B12 (durch eine Grunderkrankung, Stress etc.) und zu wenig Zufuhr -> der Mangel wird schneller Symptome machen.
  • Lebererkrankungen: Es kann dazu kommen, dass sie nicht mehr genügend B12 aktivieren oder speichern kann.
  • Magenerkrankungen: Nicht genügend Intrinsic Factor oder der falsche pH-Wert verhindern eine Resorption.
  • Darmerkrankungen: z.B. Entzündungen im Dünndarm können die Resorptionsrate verringern.

Ein Vitamin B 12 Mangel entsteht daher meist schleichend und weißt anfangs als leichter Mangel oft keine spezifischen Symptome auf. Im späteren Verlauf folgen dann Müdigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit bis hin zu einer Anämie. Ganz klassisch wird bei einem Mangel auch Zungenbrennen beschrieben. (2)

Reich an Vitamin B12 sind vor allem Fisch, Fleisch, Eier und Milchprodukte. Auch fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut können B12 enthalten.

Zeitweise kann auch eine Kur mit Vitamin-B12-Präparaten oder  Spritzen, am besten mit aktiviertem Vitamin B12,  den Organismus unterstützen und die Speicher wieder füllen. Außerdem lässt sich der Vitamin B12 Spiegel leicht im Blut bestimmen.

Über die Kontrolle der Vitamin B12 Spiegel im Blut, v.a. in Kombination mit anderen Laborparamtern, haben wir die Möglichkeit nicht nur Krankheiten zu behandeln und unseren Körper zu unterstützen, sondern auch präventiv tätig zu werden für eine gesunde Zukunft!

Bei Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung!

 

Autor: Thomas Zimmermann (Heilpraktiker, M.Sc. & D.O.) – Leopoldstr. 11a & 175 – München – Tel.: 089 – 139 486 62 – info@therapie-zimmermann.de

Therapieschwerpunkte: Osteopathie, ganzheitliche Ernährung, orthomolekulare Medizin

Quellen:

(1) Gröber U. Orthomolekulare Medizin: ein Leitfaden für Apotheker und Ärzte ; mit 75 Tabellen. 3., unveränd. Aufl. Stuttgart: Wiss. Verl.-Ges; 2008.

(2) Herold G. Innere Medizin; 2000

Foto: flickr.com / Tobi Firestone (CC)

 

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